Tumoren verdampen met een magnetronstaaf

07-09/2018

(Dit artikel is alleen beschikbaar in het Duits)

Patiënten in het ziekenhuis profiteren van veilige en zachte procedures

(RP) Die Patienten des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums profitieren auch bei komplexen Tumorbehandlungen von sicheren und schonenden Verfahren. Ein Innovationstreiber ist die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und spezielle Viszeralchirurgie am Gocher Wilhelm-Anton-Hospital. Vor allem in der Behandlung von Darmtumoren und Lebertumoren sowie Speiseröhrenkrebs arbeitet das Team um den Chefarzt Prof.  Patrick Verreet inzwischen auf dem Niveau großer Referenzkliniken mit bundesweiter Strahlkraft.

Die Gocher Chirurgen führen einen Großteil der Eingriffe mit der minimal-invasiven Methode durch. Die sogenannte „Schlüssellochtechnik“, bei der über Spiegelinstrumente ohne großen Bauchschnitt operiert wird, ist besonders schonend und komplikationsarm: Patienten haben im Anschluss weniger Schmerzen und genesen schneller. „90 Prozent aller Darmtumoren entfernen wir heute minimal-invasiv“, so  Verreet. „Selbst Speiseröhrenkarzinome, die in extrem aufwendigen Operationen über den Bauchraum und die Brusthöhle entfernt werden, können wir komplett ausräumen.“ Bei der komplexen Teilentfernung der Speiseröhre arbeitet die Klinik als eine von wenigen in Deutschland mit einer Hybrid-Technik, vereint dabei minimal-invasive und klassische Verfahren. „Wir sorgen für maximale Patientensicherheit“, so Verreet.

Denn auch die konventionellen Operationsverfahren haben sich rasant entwickelt: Der früher mit Skalpell und Schere geführte Schnitt erfolgt heute mit hochmodernen Schnitttechniken. Dabei werden Gewebe und Gefäße mit Ultraschall, Wärme, Wasserstrahl oder Laser kontrolliert durchtrennt. „Wir vermeiden Blutungen durch gleichzeitige Versiegelung der Schnittränder“, informiert Oberarzt  Javed Parvez, Spezialist für minimal-invasive Eingriffe. „An einem blutreichen Organ wie der Leber mindert der Einsatz blutsparender Schnitttechniken das Risiko des Eingriffs messbar.“

 

Die Leberchirurgie kommt in manchen Fällen sogar ohne klassische Tumorentfernung aus: Durch die sogenannte Tumorablation, eine Verdampfung von Tumorgewebe mit einer Art „Mikrowellenstab“. Diese Technik wenden die Gocher Chirurgen sogar ohne offene Operation an – mit Ultraschall- und CT-Kontrolle. „Wir schonen gesundes Lebergewebe und sichern damit wichtige Stoffwechselleistungen der Leber“, so Jacek Witala, leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und spezielle Viszeralchirurgie.

Noch besser als sichere und schonende Tumorchirurgie ist ihre Vermeidung. „Präventive Onkologie“ nennt das der erfahrene Operateur Verreet. „Der medizinische Fortschritt gibt uns vermehrt Mittel an die Hand, die Entstehung von bösartigen Krankheiten vorherzusagen und Vorstufen von Krebs zu erkennen“, sagt er. „Ein frühzeitiger Eingriff – etwa an der Bauchspeicheldrüse – kann somit bedeuten, dass ein anderenfalls unvermeidlicher Krebsherd gar nicht erst entsteht“, urteilt Verreet.

(Quelle: rp-online, 30.08.2018)