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Radboudumc eröffnet Neubau mit innovativer Isolationsstation.

09-06/2022

Am Freitag, dem 27. Mai, zogen die Patienten vom alten Dekkerswald-Zentrum in den Wäldern bei Nimwegen in die Gebäude auf dem Campusgelände um. Die neue Isolierstation ist nach Angaben von Radboudumc die modernste Station in Europa. Das Gebäude ist für die Behandlung von infektiösen Patienten mit Tuberkulose oder anderen ansteckenden Lungenkrankheiten, aber auch von Patienten mit dem lebensbedrohlichen Ebola- oder Lassa-Virus ausgestattet. Patienten mit Affenpocken oder Corona werden wahrscheinlich nicht in diese Abteilung aufgenommen.


Separates Gebäude
Nijmegen ist einer der fünf Standorte, an denen Patienten mit extrem ansteckenden Viren aufgenommen werden. Bis vor kurzem fand dies in einem geschlossenen Flügel des Krankenhauses statt, aber das war nicht optimal. In dem separaten neuen Gebäude können die Patienten direkt vom Krankenwagen - der im Gebäude parken kann - in ihr Pflegezimmer gehen und müssen nicht durch das Krankenhaus gehen.
 

VAR
In dem neuen Gebäude wurden vier Spezialeinheiten für hochansteckende Patienten eingerichtet - ein geschleuster Isolierraum mit separatem, verschlossenem Ein- und Ausgang. Die Geräte sind auch für die Intensivpflege geeignet. Eine Pflegekraft benötigt zwanzig Minuten, um die komplette persönliche Schutzausrüstung anzulegen. Neu sind die Kühlwesten unter der Kleidung, denn die Temperatur im Anzug kann enorm ansteigen. Patienten und Personal werden über ein "VAR-System" im Gebäude überwacht. Dadurch ist ein direkter Kontakt zwischen Krankenschwester, Arzt und Patient möglich, ohne dass die Gefahr einer Virusübertragung besteht.

 

Waffen

Verbrauchte Materialien und im Grunde alles, was aus dem Raum kommt, muss in speziellen Abfallbehältern entsorgt werden. Diese Fässer werden unter strenger Aufsicht gelagert, da die Abfälle in die falschen Hände geraten und als biologische Waffe eingesetzt werden können.

 

(Leemert Douma)